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 Walter R. Orlean   (1942 - 2002)

Rechtsanwalt in Bonn von 1978 - 1999 

 

wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. November 2002 in Málage, Spanien, ermordet. Obwohl drei Staatsanwaltschaften (Bonn, Bochum, Bremen), die spanische Polizei und das Deutsche Konsulat in Málaga mit dem Mord konfrontiert und zu Ermittlungen aufgefordert wurden, ist der Mord bis heute nicht aufgeklärt worden. Im Gegenteil: Der Mord wird vertuscht. Es besteht keine Hoffnung auf Aufklärung, solange die Staatsanwaltschaft Bonn ungehindert Rufmord betreibt mit Straftaten, die Walter R. Orlean fälschlich unterstellt werden  -  Rufmord bis hin zu der Behauptung, daß Walter R. Orlean noch lebe und unter falschem Namen in Spanien untergetaucht sei. Die Staatsanwaltschaft Bonn offenbart durch ihr Verhalten, wie ungeheuer belastet sie durch eigene Straftaten ist (Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt, unsaubere und unwahre Aktenführung, Vernichtung von Akten, Belästigung mit konstruierten Strafvorwürfen, Hausdurchsuchungen zum Zwecke der Beweismittelunterdrückung, illegales Abhören über Jahre zum Zwecke des Ausspionierens, Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör).

 

Walter R. Orlean wurde am 10. August 1942 in Düsseldorf geboren. Er absolvierte nach dem Abitur zunächst eine Banklehre im Bankhaus C. G. Trinkaus in Düsseldorf und begann anschließend 1967 sein Jurastudium in Bonn. Das Studium unterbrach er für eine mehrjährige Bautätigkeit. Im Jahr 1978 machte er das zweite Staatsexamen und ließ sich in Bonn als Rechtsanwalt nieder. 

 

1970 heiratete er die in Bonn geborene Helga Orlean. In den Jahren 1971 bis 1979 wurden die vier Söhne ebenfalls  in Bonn geboren. Die Söhne besuchten alle bis zum Abitur die Otto Kühne Schule in Bonn ("Päda") und absolvierten danach ein Studium, dieses allerdings wegen der Repressalien, die  ab Mai 1997 die ganze Familie Orlean verfolgten, nicht mehr in Bonn. 

 

Über mehrere Jahrzehnte baute Walter R. Orlean ein Immobilienvermögen mit dem Schwerpunkt in Bonn auf im Wert von 100 Mio. DM und einem Eigenkapital von über 20 Mio. DM.

 

Im März 1995 starteten plötzlich genau abgestimmte Angriffe seitens einer Baufirma, einer Rechtsanwaltskanzlei und dem Bonner Finanzamt (Luftrechnungen, Unterschlagung von Treuhandgeldern), die sofort von den finanzierenden Banken zum Anlaß genommen wurden, sämtliche Konten zu sperren, die Kredite zu kündigen und die Immobilien zum Teil über Strohmänner selbst zu ersteigern. Zwar konnte Walter R. Orlean die Luftrechnungen Jahre und die falschen Steuerbescheide nach Jahren als unbegründet zurückweisen, aber die Zwangsversteigerungen wurden von den Banken mit einem solchen Zeitdruck und strategisch organisiert durchgezogen, daß hiergegen kein Rechtsmittel durchgriff bzw. die Gerichte alles vollstreckten, was die Banken ihnen vorlegten. Eine Überprüfung in der Sache fand nicht statt. Dasselbe gilt für das Finanzamt Bonn.

 

Da Walter R. Orlean ein versierter und international erfolgreicher Rechtsanwalt war, wehrte er sich gegen diese Korruption. Er war zudem Zeuge in eigener Sache. Die Vernichtung seines Vermögens, die laut Aussage eines Bankmitarbeiters bei vielen Unternehmern mit der Rufmord-Methode innerhalb von drei Monaten abgewickelt wird, zog sich bei Walter R. Orlean über Jahre hin mit bis heute offenem Ausgang. 

 

Im Juli 1999 erhielt Walter R. Orlean  zum ersten Mal Morddrohungen im Zusammenhang mit mafiös strukturierten Kreisen in Bonn (organisierter Kriminalität). Zu dem Zeitpunkt waren der Großbetrüger Berthold Kaaf und einige Komplizen von der Bochumer Staatsanwaltschaft (die Bonner Staatsanwaltschaft sah sich hierzu nicht in der Lage) verhaftet worden, und diese Kreise hatten offenbar vor Walter R. Orlean Angst - Angst vor Enthüllung ihrer reibungslos laufenden Betrugsgeschäfte.

 

Aufgrund der Morddrohungen fühlte Walter R. Orlean sich nun auch seines Lebens nicht mehr sicher (seine finanzielle Existenz war zu dem Zeitpunkt schon zerstört worden, die Wegnahme der Anwaltszulassung stand im November 1999 unmittelbar bevor) und zeigte im Oktober 1999 gemeinsam mit seiner Frau Helga die Morddrohungen sowie die beteiligten Personen und Zusammenhänge, soweit sie ihm im Oktober 1999 bekannt waren, bei der Bochumer Staatsanwaltschaft an. Nicht bekannt waren ihm beispielsweise die Enthüllungen des Rechnungsprüfungsamtberichts bezüglich seines von Berthold Kaaf gekauften Grundstücks (Reuterstr. 122), welches rechtmäßig der Stadt Bonn gehörte und von dieser selbst hätte verkauft werden müssen. Erst der Rechnungsprüfungsamtbericht, der im Januar 2001 öffentlich wurde, enthüllte die direkte Involvierung der Stadt Bonn in den Betrug um dieses Grundstück. Der Betrug ereignete sich schon im März 1995.

 

Daher konnte Walter R. Orlean  auch das widersprüchliche Verhalten der ermittelnden Bochumer Staatsanwältin Margit Lichtinghagen nicht einordnen. Diese hatte Berthold Kaaf und andere am 09. Juli 1999 verhaften lassen. Im September 1999 hatte die Bochumer Staatsanwaltschaft bereits zwei ungeklärte Todesfälle in ihrem Gefängnis zu verzeichnen (Barbara Ruske und der ehemaliger Bonner Stadtdirektor Dieter Diekmann). Der dritte bereits angedrohte Mord und möglicherweise unmittelbar bevorstehende Todesfall wurde ihr durch Walter R. Orlean Anfang Oktober 1999 zur Anzeige gebracht, und alles was Frau Lichtinghagen dazu äußerte, war die Bestätigung, daß Walter R. Orlean von mafiösen Strukturen bedroht sei und aufgrund seines Hintergrundwissens "leicht der Dritte" werden könnte. Doch wider diesen Wissens wurde keine Niederschrift erstellt und auch kein Aktenzeichen vergeben. Frau Lichtinghagen machte den Haupttäter Berthold Kaaf kurz darauf zum Kronzeugen und entließ ihn aufgrund eines kurzfristigen Erlasses von Innenminister Behrens aus der Untersuchungshaft mit der Folge, daß im November 1999 Berthold Kaaf nach kurzer Verhandlung zwar zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, aber dann sofort Freigang bekam.

 

Für Walter R. Orlean bedeutete dies, daß weder die Staatsanwaltschaft Bonn noch die Staatsanwaltschaft Bochum sein Leben schützen wollten. Für die hinterbliebene Familie Orlean bedeutet es, daß alle kriminellen Strukturen, die Walter R. Orlean bedrohten, bis heute unbehelligt und frei von Strafverfolgung sind.